DR. MED. ANNE STINGL
DR. MED. DIETER SCHWEINGEL

FACHÄRZTE FÜR KINDER- UND JUGENDHEILKUNDE · ALLERGOLOGIE

Allgemeine Sprechstunde
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Asthma: Allgemeines

Was ist eigentlich Asthma?

Die Bezeichnung Asthma wurde bereits von dem griechischen Arzt Hippokrates für Atemnot und vorübergehende Kurzatmigkeit verwendet. Ursprünglich wurde es wohl vom griechischen Wort "keuchen" abgeleitet. Die keuchende Atmung gehört zu den Hauptzeichen bei einem Asthmaanfall. Weitere Merkmale sind Husten, Atemnot und ein Gefühl der Beklemmung.

Die offizielle Definition der Deutschen Atemwegsliga lautet:

"Asthma ist eine entzündliche Erkrankung der Atemwege mit bronchialer Hyperaktivität und variabler Atemwegsobstruktion. Typische Symptome sind Husten und anfallsartige Atemnot, insbesondere nachts und am frühen Morgen, Giemen und glasig-zähes Sputum."

Die häufigsten Allergene bei Asthmatikern sind:

  1. Pollen wie z. Bsp.
    • Frühblüher (z. Bsp. Birke, Erle, Hasel),
    • Gräser und Getreide,
    • Kräuter (z. Bsp. Beifuß, Wegerich)
  2. Tierhaare (am häufigsten von Katzen)
  3. Hausstaubmilben
  4. Schimmelpilze
  5. Mehl

Wer bekommt Asthma?

Asthma kann in jedem Alter Auftreten: beim Erwachsenen und beim Kind. Asthma ist aber kein Schicksal! Die Überempfindlichkeit der Schleimhaut in den Bronchien ist zwar oft durch Veranlagung vorgegeben, aber nicht jeder, deren überempfindlich Bronchialsystem hat, ist aber gleich Asthmatiker.

Asthma entwickelt sich im Kontakt mit der Umwelt. Wegen der zunehmenden Umweltverschmutzung und den veränderten Lebensbedingungen sind wir immer mehr Schadstoffen ausgesetzt. Das reizt die Bronchialschleimhaut. Mit derzeit entwickelt sich eine Überreaktion.

Z. B. bei Allergien: Ein an sich harmloser Stoff wird vom Abwehrsystem des Körpers irrtümlich für gefährlich gehalten. Bei Kontakt wird dann eine Abwehrreaktion ausgelöst. Häufig wird ein solcher Stoff, auf den der Patient allergisch ist, über längere Zeit unausweichlich miteingeatmet - etwa Pollen von Bäumen, die im Frühling in der Luft sind.

Nicht-Allergisches Asthma

Beim nicht-allergischen Asthma ist es oft die körperliche Anstrengung, die zum Anfall führt - Mann spricht dann von einem Anstrengungs-Asthma. Auf Grund der größeren körperlichen Belastung entwickelt der Körper einen höheren Bedarf an Sauerstoff. Die verstärkte Atmung bewirkt eine Auskühlung und Austrocknung der Bronchien. Diese Reize führen zur Verengung der Bronchien und damit zum Anfall von Atemnot - häufig sogar erst in der Erholungsphase nach der körperlichen Belastung. Ein reines Anstrengungs-Asthma kommt häufig bei Kindern vor.

Mein Kind hat Asthma

Asthma ist in den Industrieländern inzwischen die häufigste chronische Krankheit bei Kindern. Ungefähr jedes zehnte Kind hat Asthma. Bei einigen Kindern verliert sich das Asthma nach der Pubertät, bei den anderen wird die Krankheit aber bestehen bleiben.

Asthma lässt sich bei Kindern genauso gut behandeln wie bei Erwachsenen. Oft sogar noch einfacher, weil noch keine bleibenden Schäden an den Bronchien eingetreten sind - und dies gilt es auch durch eine frühzeitige und langfristige Behandlung zu vermeiden. Dennoch müssen Sie Konsequenz sein mit der Therapie, damit ihr Kind keine Beschwerden hat und sich die Erkrankung nicht verschlimmert.





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